Das Wetter war ideal, die Stimmung prächtig: Knapp 500 Mountainbiker, Hobbyradler und Familien haben gestern beim NEB-Familien-Radwandertag in die Pedale getreten.
Auch wenn der Radsportverein Besigheim schon seit vielen Jahren die NEB-Familien-Radwandertage plant, so ist es doch jedes Jahr eine neue Herausforderung. „Die Strecke ist ja immer unterschiedlich“, sagt RSV-Vorstand Hartmut Groß. Mit 30 Helfern ist der Verein an diesem Tag im Einsatz: Stempelstellen müssen besetzt und auch für die Verpflegung muss gesorgt werden.
Bildergalerie NEB-Familien-Radwandertag 2011
Herbert Kutschker ist in aller Frühe die Strecke noch einmal abgefahren; hat kontrolliert, ob noch alle Schilder richtig hängen. Im Wald bei Freudental war morgens noch alles in Ordnung. Doch vermutlich, weil es ziemlich windig war, kippte ein Baum um – ein Hindernis für die Radfahrer. Ein Teilnehmer hat ihn beiseite geräumt. Auch wenn sowohl die kürzere 23-Kilometer-Strecke als auch die lange 41-Kilometer-Strecke ausgeschildert sind: Kurz bevor es losgeht, werfen die meisten Teilnehmer noch einmal einen Blick auf die kleine Karte.
Auch Familie Joos aus Besigheim steht am Enzplatz und schaut sich noch die Route an. Sie sind zum zweiten Mal beim NEB-Radwandertag dabei, „das letzte Mal hat es uns so viel Spaß gemacht, es war super organisiert“, sagt Susanne Joos, die mit ihrem Mann Reinhard und den Töchtern Antonia und Ricarda die knapp 41 Kilometer lange Tour in Angriff nehmen möchte.
Knapp 300 Radfahrer, darunter 46 Kinder, wählen ebenfalls diese Strecke. „Die Steigungen sind für uns kein Problem“, meint Susanne Joos, und falls doch, „schieben wir halt“. Die beiden Töchter können es kaum abwarten, bis die Tour endlich startet. Schließlich war es auch Ricardas Idee, dieses Jahr wieder mitzuradeln. Ein paar Meter weiter steht eine Familie aus Gemmrigheim, auch sie ist zum zweiten Mal dabei und freut sich „auf das Familienerlebnis am Vatertag“. Diesen Tag feiert offensichtlich eine Gruppe junger Männer, die sich bei der Ankunft am Enzplatz erst einmal mit Bier stärken muss, bevor sie sich in den Sattel schwingt.
Schon längst losgefahren sind hingegen die Mountainbiker. Erstmals wird eine Extra-Tour für sie angeboten. „Die Resonanz ist wirklich gut“, sagt Hartmut Groß. Mehr als 30 Mountainbiker haben sich gestern der Tour angeschlossen. Unter der Führung der RSV-BOAs, der „Besigheimer Offroad Alliance“, geht es in die Region Stromberg. Wie die Strecke genau verläuft, ist nicht festgelegt. „Die Fahrer können mitentscheiden, wohin es geht“, sagt BOA-Präsident Nico Malkowski.
Das Resümee der Veranstalter fällt positiv aus: „Wir sind rundum zufrieden, es hat alles gut geklappt“, sind sich Kutschker und Groß einig.