Besigheim
Geschichte des NEB
Dienstag, 21. März 1836
Es erscheint das erste „Wochenblatt aus Besigheim“. Verlegt von Buchdrucker Friedrich Eisentraut. Inhalt: Amtliche Bekanntmachungen, private Kleinanzeigen, Firmenvorstellungen und Marktpreise bilden den redaktionellen Rahmen. Inhalte zur „Belehrung und Unterhaltung“ ergänzen das Blatt.
März 1848
Erstmals wird über aktuelle politische Ereignisse berichtet.
Die Einführung der Pressefreiheit wird angemahnt.
Sommer 1849
Politisches Engagement endet und die Inhalte werden auf regionale, unpolitische Berichte reduziert.
15. November 1857
Verleger Eisentraut stirbt, das Wochenblatt wird unverändert von dessen Witwe weitergeführt.
Januar 1858
Geschäftsführung und Redaktion geht an den Buchdrucker G. H. Kostenbader über.
1. April 1858
Neuer Titel: „Neckar- und Enzbote“ – „Amts- und Intelligenzblatt für den Oberamtsbezirk Besigheim“. Berichterstattung aus der Umgebung und weiteren Region sowie der Landeshauptstadt werden erweitert.
1. Januar 1864
Zeitung und Druckerei werden an Karl Gottlob Müller verkauft. Inhaltliche Veränderungen finden nicht statt.
Januar 1869 bis Oktober 1922
Weiterhin im Besitz der Familie Müller. Das Format des „Neckar- und Enzboten“ wird mehrfach vergrößert.
Jahreswechsel 1930/31
Familie Müller verkauft den „Neckar- und Enzboten“ an Firma Ungeheuer & Ulmer in Ludwigsburg, Herausgeber der „Ludwigsburger Zeitung“. Äußerliche Änderungen finden behutsam statt. Lokaler Berichterstattung wird breiterer Raum gewährt.
1934 bis 1936
In den Jahren 1934 bis 1938, als die NS-Machthaber den Verlag nach und nach enteignen, steigern sich die persönlichen Angriffe und Schmähungen gegen Verleger Gerhard Ulmer. Seine Sympathie für die jüdischen Mitbürger lassen ihn zum „Staatsfeind“ werden. In der Folge wird der Betrieb enteignet.
1936 bis 1945
Der „Neckar- und Enzbote“ fällt der Gleichschaltung der Presse in die zentral verwaltete NS-Presse zum Opfer. Inhalte werden bestimmt von der zentral verwalteten NS-Presse. Statt „Neckar- und Enzbote“ erscheint die „NS-Rundschau“.
1945 bis 1949
Kein Erscheinen des „Neckar- und Enzboten“.
29. Oktober 1949
Der „Neckar- und Enzbote“ wird als Bezirksausgabe der „Ludwigsburger Kreiszeitung“ wieder zum Leben erweckt.
Wiederaufnahme der Berichterstattung in alter Tradition.
Freitag, 21. März 1986
„Neckar- und Enzbote“ begeht sein 150-jähriges Bestehen.
Montag, 3. Januar 2011
Der "Neckar- und Enzbote" erhält zum Jubiläumsjahr einen überarbeiteten Titelschriftzug. Der Zeitungsdesigner Prof. Rolf Rehe aus Wien entwickelt die alte Frakturschrift weiter und macht daraus eine der Tradition verpflichtete, besser lesbare Schrift.
Montag, 21. März 2011
Der "Neckar- und Enzbote" feiert sein 175-jähriges Bestehen.
Nachdruck von 1836
Aufgedeckt – Denkmäler in Besigheim